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Transkript

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00:00:06:

00:00:16: Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe unseres Podcasts.

00:00:20: Bei uns standen die vergangenen Wochen ganz im Zeichen der Gala-Baumesse, die Mitte September in Nürnberg stattgefunden hat und auf der die wichtigen Themen des Garten- und Landschaftsbaus besprochen wurden.

00:00:32: Neben dem Fachkräftemangel, der Digitalisierung und jeder Menge neuer Maschinen gab es dabei auch Neuigkeiten über ein Thema das die Grüne Branche schon seit langer Zeit beschäftigt nämlich den Klimawandel.

00:00:44: Mittlerweile ist es unstrittig dass die Städte in Deutschland auf die klimatischen Änderungen angepasst werden müssen.

00:00:50: wie diese Anpassung aussehen können und wer sie bezahlen soll ist allerdings noch etwas unklar.

00:00:55: was wir dazu herausfinden konnten das hört ihr jetzt So Markus König, Bürgermeister der Stadt Nürnberg bei der Eröffnung der Gala-Baumesse.

00:01:33: Hitze- und Klimawandel waren in den vergangenen Wochen auch das Stichwort, denn der August.

00:01:39: ist bisher heißeste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnung.

00:01:43: Das machte sich vor allem in den Städten bemerkbar, denn durch den sogenannten Wärmeinseelefekt heizen sich urbane Strukturen besonders auf.

00:01:51: Welche Ausmaße das annehmen kann, verdeutlichte der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar in seiner Rede.

00:01:57: Wir

00:01:57: müssen uns auf etwas einstellen, was in den nächsten Jahren dramatisch wird.

00:02:02: Ich habe hier so ein paar Oberflächentemperatur-Messungen, wo Sie einfach mal Städte sehen wie Berlin und Sie einfach sehen da gibt es Oberflächen Temperaturen In der Größenordnung von ja,

00:02:13: forty

00:02:13: fünfzig Grad.

00:02:15: Wenn man genau hinguckt sieht man auch

00:02:18: schöne Feld

00:02:18: also den Flughafen.

00:02:19: Ja alles was Beton ist wird richtig heiß!

00:02:23: Sie sehen auf der anderen Seite wenn sie genau hingucken so in Blauding Tiergarten,

00:02:28: also

00:02:29: in anderen Worten.

00:02:30: In bunter Darstellung sieht man was der Effekt ist wenn ihre Zunft

00:02:37: da aktiv

00:02:37: ist.

00:02:39: und wir müssen diese Farben von rotem Geld runter auf blau bringen.

00:02:44: Und das bedeutet Städte müssen wir vielleicht ganz neu denken.

00:02:49: Um das Blau zu erreichen braucht es vor allem mehr grün in den Städten.

00:02:53: Pflanzen heizen sich nicht auf, sorgen für ein gutes Klima und bieten Versicherungsflächen um mit dem Klimawandel bedingten Starkregen fertig zu werden.

00:03:01: Diese Anpassungen sind nicht nur notwendig für die Infrastruktur denn mit geringeren Temperaturen in den Städten erhöht sich auch die Lebensqualität.

00:03:11: Deshalb sei Klimaanpassung in den vergangenen Jahren zu einem der zentralen und bedeutenden Politikfeldern geworden.

00:03:17: So Mario Kahl, Bundesgeschäftsführer des Bundes deutscher Landschaftsarchitekten.

00:03:21: Also das zeigt ja es ist angekommen Und es gibt da einfach so einen Pull-Effekt.

00:03:27: Das ist glaube ich ganz positiv.

00:03:29: Davon ganz unabhängig ist natürlich Frage geht es schnell genug?

00:03:33: Und da sagen alle Kollegen auf der Baustelle in den Planungsbüros, in den Verwaltungen.

00:03:37: Nein es geht natürlich nicht schnell genug.

00:03:40: Da hakt es an Ecken und Enden von der politischen Vorgabe, von den rechtlichen Normen die wir zum Teil ja uns selbst eingebrockt haben bis hin zur Finanzierung usw.

00:03:49: Also das ist glaube ich die große Baustellung.

00:03:52: Wir kommen nicht ins Handeln jedenfalls nicht schnell.

00:03:54: Wie so oft ist hier die Politik gefragt.

00:03:57: Neben der Anpassung entsprechender Normen muss auch die finanzielle Umsetzung sichergestellt werden.

00:04:02: Bereits im Juni forderte Christian Schuchardt, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags mehr Geld von Bund und Ländern.

00:04:10: Kommunen und Städte könnten die Anforderungen der teuren Klimaanpassungen allein nicht bewältigen.

00:04:16: Ähnlich sieht es auch Thomas Bandshaaf, der Präsident des Bundesverbandes Gartenlandschafts- und Sportplatzbau e.V..

00:04:22: Die Ideen sind da, die Pläne sind da.

00:04:25: Aber die Finanzierung ist halt das Schwierige für die Kommunen, die ja große Probleme haben.

00:04:31: Die Kommunalfinanzen, die Verschuldung der Kommunen steigt in einem rasantem Tempo.

00:04:36: Da muss eine Menge passieren und wir versuchen dass wir den Klimaschutz als eine Aufgabe oder ein Gesetz in das Grundgesetz aufgenommen bekommen, damit halt die Kommunen nicht im Regen stehen gelassen werden sondern damit die Finanzierung der Klimaanpassungsmaßnahmen im urbanen Raum über Bundesmittel finanziert wird und nicht noch den ohnehin schon klammen Kommunen aufgebürdet wird.

00:05:04: Besonders das Wassermenagement spielt in den Klimaanpassungen eine übergeordnete Rolle.

00:05:09: Genauer gesagt, dass Schwammstadt-Konzept, in dem Regenwasser vor Ort aufgenommen und über lange Trockenphasen wieder an die Umgebung abgegeben wird.

00:05:17: Auf den Landscape Talks der Messe gibt es einige Anregungen wie das Konzept umgesetzt werden kann Denn andere Länder haben ihren eigenen Zugang zu dem Thema.

00:05:26: Zum Beispiel die Schweiz Wie Stefan Steffanovic von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften berichtet.

00:05:33: Im vergangenen Jahr wurde an seinem Institut viel zum Thema Schwammstadt geforscht, von Versächerungsflächen bis zu aufwendigen mechanischen Abflüssen.

00:05:41: Sein Plädoyer?

00:05:43: Anpassungen sollten möglichst einfach gehalten werden!

00:06:03: ist das viel zu kompliziert.

00:06:04: Man kann auch einfach den Baum viel Platz lassen, schon in der Planung oder früh in der Planung und dann braucht der Baum auch keine Spezialsubstrate oder sonst etwas sondern dann kann er tatsächlich mit diesen Dingen umgehen und kleinere Anpassungen reichen dann aus, um auch dem Klimawandel zu

00:06:21: überstehen.".

00:06:22: Doch nicht nur in der Schweiz – Auch in Schweden ist das Schwammstadtkonzept bereits angekommen wie Sebastian Cimander vom Straßen- und Grünflächenamt Berlin in seinem Vortrag betont!

00:06:32: Dort seien die Städte aufgrund der klimatischen Bedingungen Skandinaviens besser auf Starkregen angepasst.

00:06:44: Wasser, Regenwasser natürlich irgendwie auch eine ganz andere ist.

00:06:47: Weil die natürlich auch vom Starkregen aber auch von Überschwemmungen immer mal wieder betroffen sind.

00:06:54: Auch das Grundwasser ist dort ein bisschen anders.

00:06:56: also Desensibilisierung zu Regenwasser zum Grundwasser zur Überschwemmung in es einfach omnipresenter und deshalb ist es sozusagen integriert worden in die gesamte Stadtplanung in die Landschaftsarchitektur Und deswegen war es vielleicht auch selbstverständlich, dass man einen Straßenraum nicht nur begrünt sondern einfach auch dezentral entwässert.

00:07:20: Also das ist so ein ganzheitlicher Ansatz wo wir tatsächlich hoffentlich bald auch davon profitieren

00:07:27: sollten.".

00:07:28: Dezentrale Entwässerung bedeutet hier, dass in Schweden viele Straßen zusätzlich zur regulären Kanalisation um Versicherungsflächen ergänzt werden.

00:07:37: Entsprechende Maßnahmen konnte Zimanda bereits an einer Beispielstraße in Berlin umsetzen Und das bringt uns zum Ende unserer Scala-Bau-Podcasts.

00:07:46: Neben der Klimaanpassung wurden auf der Messe natürlich noch weitere Themen verhandelt und zahlreiche spannende Maschinen präsentiert, mehr dazu lest ihr natürlich auf unserem Fachportal Bauhof-Online.de.

00:07:58: Die entsprechenden

00:07:59: Links findet Ihr in den Shownaus.

00:08:01: Das war's von uns.

00:08:02: wir sagen Tschüss und bis zum nächsten Mal!